Cameraventures
Save Analog Cameras logo

Allgemeine Ergebnisse: DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz)

(Article in English)

Das Cameraventures-Team hat die „Save Analog Cameras“-Kampagne ins Leben gerufen, um den aktuellen Status der Filmfotografie in der Welt zu untersuchen, und seine Entwicklung in der näheren Zukunft vorherzusagen. Von den über 4000 Formulareinträge, die uns aus allen Ländern erreichten, kamen 244 aus den deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich, und der Schweiz (Stand: 04.07.2017). Aus diese wurden 211 Einträge über unser englischsprachigen Fragebogen geantwortet und die restlichen 33 über unser deutschsprachiges Formular aufgenommen. Wir sind an unseren deutschsprachigen Analogfotografiekollegen sehr dankbar für die Teilnahme und Mitarbeit an unserer Bewegung! Falls ihr unser Formular noch nicht ausgefüllt habt, könnt ihr das hier tun: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSehqpQgRvd8bJyw91BooEXO7fxXadGFNdZR0KLFE2Lx0TFInA/viewform

Nach unserer Zusammenstellung und Verarbeitung dieser Einträge fanden wir diese Punkte interessant, weil die meisten davon widerspiegeln die aktuelle Situation analogischer Fotografie in Deutschland, Österreich, und der Schweiz (besser bekannt als „DACH-Region“):

  1. Filmfotografie wird vom „Nachwendezeit“-Leute geführt
    Die Mehrheit der Filmfotografen in der Region (31% der englischsprachige und 45% der deutschsprachige Antworte) sind junge Erwachsene zwischen den 21. und 34. Lebensjahren; die meisten davon wuchs kurz vor und nach den Jahren der deutschen Wiedervereinigung auf (1989-1995). In diesen Jahren passierte die Schließung vieler Film- und Kameraunternehmen. vor allem, die mit Sitz in der DDR, und der allgemeiner Aufstieg der Digitalisierung in Kameras.
     
  2. Klein aber Fein: analoge Fotografie lebt in kleine Offlinegemeinschaften
    Der allgemeiner Trend zwischen den Umfrageteilnehmern sagte (unabhängig von Alter oder geografische Standort), dass sie in der Regel ein kleines Netzwerk von ihren Kontakten und Liebhaber-Freunden erhalten, idealerweise rund 1-3 Personen. Manche halte aber persönlich 12 Kontakte – als Kollegen, Bekannte, oder Vereinsmitglieder. Besonderheiten sind die Community-Creators, weil sie kenne 20-50 Personen, die auch eine große Leidenschaft für Filmfotografie wie sie haben. Innerhalb dieser Gemeinschaften sind Fachleute und Spezialisten, die sich freiwillig engagieren können, um die Bedürfnisse ihrer Kollege und vor allem die alleinstehende Enthusiasten zu erfüllen. Diese Gemeinschaften funktioniert als Unterstützungssysteme für alle, wo sie Ausrüstungen einkaufen können (durch Online-Postings oder Kleinanzeigen), wo ihre Filme entwickeln und scannen werden können, und wo sie Wissen und Inspiration erlangen, ihre Leistung für Analogfotografie fortzusetzen.
     
  3. Die lokale fotografische Industrie ist selbsttragend aber hart bedrängt
    Natürlich sind Marken aus der Region wie Leica, Zeiss, Sinar, ADOX, Rollei, usw. hier kundenstark. Darauf haben sie auf dem lokalem Markt durch starke Online- und Offline-Anwesenheit profitiert. Kameramärkte sind bereits verfügbar in fast jeder Großstadt und bieten sanierte und neue Kameras von jeder Marke und für jede Filmformat – von Barnack Leicas, Rolleiflex TLRs, und Sinar Fachkameras. Deutsche, österreichische, und schweizerische Fotografen kaufen in der Regel nur Filme von ortsansässigen Laden ein, und Kameras wird am liebsten vom Auktionwebseite eBay gekauft. In Bezug auf die Verfügbarkeit von Geschäften, die Film verkaufen, merken viele Umfrageteilnehmern die fortsetzende Verkauf Kleinbildformat-Filme in den Supermärkte- und Drogerieketten, ebenso die 3-Tage-Entwicklungsdienst. Darüber hinaus beweist die große Anzahl der empfohlenen Fotoladen und Reparaturanlagen, dass das fotografische Ökosystem trotz der allgemeinen Rückgang gut beibehalten wird. Eine Sorge, die manche Fotografen an uns berichten haben, vor allem jene, die außerhalb der Metropolregionen angesiedelt sind, ist ihre Sorge, dass sie nicht genug gewartet werden oder dass es unwirtschaftlich ist, Filmfotografie in ihrer Region zu verfolgen. Viele sind auch mit der ständig abnehmenden Anzahl von Reparaturwerkstätten in Großstädten/zentralbesetzte Städte betroffen, die überwiegend von alternden Menschen besetzt sind. Am Ende wird Filmfotografie immer noch als Spezialität und spezialisiertes Hobby betrachten, und die Laden, die es unterstützt, sind eben infolge als spezialisierte Geschäfte bestimmt.
     
  4. Fotografie ist persönlich betrachtet
    Fast alle erzählte uns, dass sie Ihre Bilder lieber selbst entwickeln, scannen, und ausdrucken, weil sie gerne mehr in ihre Bilder involviert als sie nur zum Dritte (zB. ein Fotolabor) schicken. Sie sammeln auch am höchstens 10 Analogkameras, weil sie jeder ihre Ausrüstung lieber benutzen möchten, als sie nur einfach zu sammeln. Am letzten reparieren sie eben lieber ihre vorhandene Kameras persönlich beim Ausfall, aber dieser Trend könnte das Ergebnis der stetig sinkenden Anzahl von verfügbaren Reparaturstellen sein.
     
  5. Die Philosophie zählt mehr als das Urbild
    Die einzelne Ergebnisse unterschiedet sich an ihrer Urbild/Archetyp-Anteile, weil die meisten Antworte vom deutschsprachigen Fragebogen gehört zu den Gearhead- und Collector-Urbilder, aber der Artist ist im englischen Version schwer identifiziert. Ähnlich wie in den globalen Ergebnisse könnte sie wegen unsere stumpfe Erklärung der Urbilder oder das Widerstreben des Teilnehmers gewesen sein, unter nur einen der gegebenen Urbilder zu bestimmen. Trotzdem zeigt das, dass deutsche, österreichische, und schweizerische Analogfotografen sich mit der Philosophie hinter der Filmfotografie mehr interessieren, als an den Kameras und Filme, die sie benutzen.

Für weitere ausführliche Information können Sie eine von der Untereinträge unten klicken: